Berlin von A bis Z – Ein Blick auf die schönsten Schriftzüge der Stadt

Berlin und ich feiern bald unser zweijähriges Jubiläum. Zugegeben, im Winter kriselt unsere Beziehung. Aber sobald sich die Sonne zeigt, gibt es nichts Besseres, als um ihre Häuser zu ziehen und sich von all den schönen Schriftzügen und Schildern an immer neue Orte locken zu lassen.

Für die einen sind es Schaufenster, schicke Autos oder hübsche Menschen, für mich sind es schöne Buchstaben und Schriftzüge, nach denen ich mich auf der Straße umdrehe und mir den Hals verrenke.

Und ich entschuldige mich hiermit ganz offiziell für die Staus auf Fahrradwegen, die ich mit spontanen Vollbremsungen vor Ladenbeschriftungen verursache und die Zusammenstöße mit meinen Mitmenschen, wenn ich wie Hans Guck-in-die-Luft durch die Straßen laufe. Verbucht es unter Berufskrankheit und seht den folgenden fotografischen Streifzug als Angebot zur Wiedergutmachung.

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Buchstabenmuseum

Der wohl einfachste Weg zu Berlins größter Sammlung an wunderschönen Schriftzügen führt geradewegs zur Jannowitzbrücke. Seit 2013 ist hat das Buchstabenmuseum hier in einer alten DDR-Kaufhalle ein neues Zuhause gefunden. Hier findest du unter anderem die Buchstaben HAUP, die einst den heutigen Ostbahnhof zierten, als er noch der Hauptbahnhof Berlins war. Oder ein E aus den Kulissen von Quentin Tarantinos Inglorious Bastards. Für alle heimlichen Fans von Schlemihl ein absolutes Muss.

 

Friedrichshain

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RAW-Gelände

Das Areal an der Warschauer Straße ist wahrscheinlich die bekannteste Anlaufstelle Friedrichshains. Sei es für die Massen an Street Art, den Flohmarkt, die Designmärkte, die Clubs oder die Kletterhalle, früher oder später landet jeder wieder auf dem Gelände der ehemaligen Reichsbahnausbesserungswerkstatt. Die wunderschöne Buchstaben-Girlande ziert den Eingang des neuesten Projekts Neue Heimat.

 

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Kino Intimes auf der Niederbarnimstraße

 

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Karl-Marx-Allee

Egal wie oft ich an der Karl-Marx-Allee vorbeikomme, ich weiß einfach nicht so recht, was ich von dieser Straße halten soll. Sie ist hässlich und wunderschön, sie ist runtergekommen und wunderbar nostalgisch, es gibt kaum schöne Orte und irgendwie doch massig zu entdecken. Bei dem Anblick der Plattenbau-Menschenregale kriege ich Platzangst. Und trotzdem: Spätestens, wenn ich vor dem Kino International stehe und das neueste, von Hand gemalte Filmplakat bewundere, möchte ich mir sofort eine Eintrittskarte kaufen, in diesem großartigen Foyer sitzen und durch das Panoramafenster den Ausblick auf diese Straße genießen.

 

Mitte

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Otto-Braun-Straße

 

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Volksbühne und Kino Babylon am Rosa-Luxemburg-Platz

 

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Sophiensäle und Sophienhöfe

Normalerweise mache ich einen großen Bogen um die Sophienhöfe. Nicht, weil ich sie nicht mag. Wer kann schon den efeubewachsenen Wänden und der Schrift an der Wand widerstehen? Ich finde sie sogar um einiges schöner als die Hackeschen Höfe. Allerdings liegt im Innenhof der gestalten space des gleichnamigen Designbuch-Verlags. Wenn du also wie ich an der oben genannten Berufskrankheit landest, verbringst du hier wahrscheinlich Stunden mit dem Blättern in all den schönen Büchern und/oder reizt mit einem glücklichen Lächeln nur allzu gern den Dispo deines Kontos aus.

 

Kreuzberg

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Körtestraße am Südstern

 

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Tempelhofer Freiheit

Der Inbegriff des Berliner Sommers. Tempelhofer Freiheit – das klingt nach Grillen mit Freunden im Park, warmen Sommernächten und rosaroten Sonnenuntergängen. Wenn man auf dem Tempelhofer Feld sitzt und den Ausblick genießt, kann man kaum glauben, dass hier bis 2008 noch große Flugzeuge über die Landebahnen gerollt sind. Obwohl man das imposante Flughafengebäude im Hintergrund kaum übersehen kann.

 

Was sind für dich die schönsten Fassaden Berlins?

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10 Kommentare zu “Berlin von A bis Z – Ein Blick auf die schönsten Schriftzüge der Stadt”

    • Vielen lieben Dank, Mandy. Ja, hier verstecken sich einfach so viele Schmuckstücke, habe in den letzten Tagen schon wieder ein paar neue entdeckt. Die zeige ich dann beim nächsten Mal ;)

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  1. Hi,
    habe deinen Artikel erst jetzt beim Stöbern entdeckt. Aber an Aktualität hat er auf keinen Fall verloren!
    Ich war schon drei Mal in Berlin und ich werde auch immer wieder gerne hier her kommen. Die Stadt mit dem wohl coolsten und hippsten Flair überhaupt überrascht mich jedes Mal aufs Neue. Berlin ist bunt, es ist rebellisch, es ist multikulti. Berlin ist für mich wie eine große Leinwand, auf der jeder malen darf, wie er möchte und was er möchte. Hier kann jeder so sein wie er ist. Und keiner lässt sich hier sagen, wie er zu sein hat. Das gibt Berlin wohl seine hippe Lässigkeit.

    LG
    Nela

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